Behauptung: „Klimamodelle rechnen mit falschen CO<sub>2</sub>-Werten“
Fakt ist: Manche Werte dienen nur zu theoretischen Experimenten, anhand derer Modelle verglichen werden
Es stimmt, dass in den üblichen Klimamodellen auch mit der Annahme gearbeitet wird, die Konzentration von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre steige Jahr für Jahr um ein Prozent.
Dieser Wert bildet jedoch nicht die Basis für irgendwelche Klimaprognosen. Die Ein-Prozent-Annahme wird hauptsächlich für Vergleichszwecke verwendet; durch diesen standardisierten Wert für den Klimaantrieb ist es beispielsweise möglich, die unterschiedlichen Ergebnisse verschiedener Klimamodelle bei identischem CO2-Anstieg zu vergleichen.
Für konkrete Projektionen von Klimaentwicklungen des 21. Jahrhunderts dienen nicht diese theoretischen Werte, sondern Annahmen zur gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklung auf dem Globus. Aus diesen Überlegungen ergebend sich entsprechende Treibhausgas-Emissionen. In der Regel rechnen Modelle mit verschiedenen Szenarien, wie sich die Welt entwickeln könnte – um für verschiedene (und verschieden realistische) Varianten der Zukunft spezifische Prognosen liefern zu können.
Der IPCC hat verschiedene Emissionsszenarien in einem Sonderbericht zusammengefasst, diese wurden für die Vorhersagen des IPCC zur Klimaentwicklung genutzt – und keine enthält die Annahme eines linear ein-prozentigen CO2-Anstiegs.
Urs Neu/klimafakten.de, Stand: Oktober 2011





